| |  | Koh Lanta/ThailandKlicken Sie auf das Bild, um es größer zu sehen
Beschreibung: | | Borassus flabellifer, auch Palmyrapalme, Lontaropalme oder manchmal Zuckerpalme genannt, ist eine Fächerpalme, die aus einem Gebiet zwischen Indien und Südostasien stammt und inzwischen in vielen tropischen Gegenden als Nutzpalanze kultiviert wird. Aufgrund der Ähnlichkeit der Früchte mit der Cocosnuß nennt man sie in Teilen Asiens auch "kleine Cocosnuß". Sie besitzt zahlreiche große, mittelgrüne bis silbrige Palmwedel, die eine nahezu kugelförmige Krone bilden, welche charakteristisch für diese Palmenart ist. Sie bevorzugt trockene Gegenden, toleriert jedoch zeitweise auch eine höhere Feuchtigkeit des Bodens. Lange Zeit wurde die Palmyrapalme gern als Grenzbepflanzung von Reisfeldern genutzt, wo sie auch als Windbrecher dient. Allerdings benötigt Borassus flabellifer Pflege, denn herabfallende alte Palmwedel zerstören viele Reispflanzen, weshalb sie aufgrund des Pflegeaufwands als Genzbepflanzung zunehmend unpopulär wird. Als Nutzpflanze wird sie jedoch nach wie vor in Palmenhainen angebaut. Borassus flabellifer wird bis zu 30 m hoch und besitzt einen bis zu ca. 50 cm dicken Stamm. Sie ist zweihäusig getrenntgeschlechtlich, was schlicht bedeutet, daß es männliche und weibliche Palmen gibt. Borassus ist eine vielfach nutzbare Palme. Beispielsweise ist sie Lieferant eines zuckerhaltigen Saftes (Toddy), der entweder zu Palmzucker verarbeitet oder zu Palmwein (Arrak) vergärt wird. Auch die 3 Samen enthaltenden Früchte, die im reifen Zustand dunkelbraun und etwas kleiner als Cocosnüsse sind, sind nutzbar. Das gelbe bis orange, von weißen Fasern durchsetzte Endocarp, also das äußere Gewebe ist im Gegensatz zur Cocosnuß eßbar und wird oft zu Gebäck und Süßigkeiten evrarbeitet. Auch die Samen sind eßbar: Im unreifen Zustand sind sie geleeartig und milchig weiß und können als Obst gegessen werden. Im reifen Zustand werden sie hart wie das Innere einer Cocusnuß (allerdings ohne deren Hohlraum). Das Holz ist nahezu schwarz, hart und haltbar, wodurch es gern als Bauholz genutzt wird. Auch die Blätter werden verwendet, und zwar einerseits zum Dachdecken und andererseit zur Herstellung von Fasern, die man z.B. zu Säcken oder Matten verarbeiten kann. Selbst die Wurzeln sind nutzbar: Ihr Mark kann man zu Sago verarbeiten. Die weite Verbreitung und kommerzielle Verwendung der Palmyrapalme ist aufgrund der vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten nicht weiter verwunderlich. | | Substrat: | | Das Substrat sollte durchlässig und leicht sauer sein. Älteren Exemplaren genügt auch Gartenerde, die mit einer ausreichenden Menge von Perlite, Blähton oder notfalls auch Sand zur besseren Drainage versehen wurde. | | Wasserbedarf: | | Der Wasserbedarf ist mittel, wobei Borassus längere Trockenperioden mit wenig Wasser (Trockenzeit) gut übersteht. Das Wasser darf wie immer nicht zu kalkhaltig sein, da sonst die Palmmyrapalme auf Dauer eingeht. Staunässe sollte bei Kübelhaltung vermieden werden. Ein durchlässiges Substrat ist daher anzuraten, um Fäulnisschäden bei z.B. längeren Regenperioden zu vermeiden. | | Lichtbedarf: | | Borassus flabellifer ist ganztägig pralle Sonne in hoher Dosis gewöhnt. Sie muß daher im Sommer unbedingt ins Freie und sollte dort möglichst vollsonnig stehen. Bei dauerhaft zu wenig Licht kümmert sie und geht ein. | | Temperatur: | | Die Palmyrapalme verträgt kurzzeitig zwar Temperaturen knapp oberhalb des Gefrierpunktes, ist aber an Temperaturen unter ca. 20 °C nur schlecht angepaßt. Sie sollte daher in einem warmen Winterquartier bei genügend Licht überwintert werden. | | Sonstiges: | | - | | Verwandte Arten: | | Borassus umfaßt 5 weitere Arten, die sich alle sehr ähnlich sind: B. aethiopum, akeassii, heineanus, madagascariensis und sambiranensis. | | Preisbeispiel: | | Die Palmyrapalme ist in Deutschland aufgrund ihrer klimatischen Ansprüche und des schon als Jungspflanze großen Raumbedarfs sehr selten. Am ehesten fündig wird man bei einem Palmenimporteur. | |
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